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Ein leicht verständliches Argumentarium zur Abstimmung vom 27. September

Publiziert am 01. September 2020

Wie angekündigt publizieren wir auf der Plattform im Mitgliederbereich Beiträge von Kameradinnen und Kameraden, sowie von anderen Milizorganisationen. Untenstehend finden Sie in kurzes, leicht verständliches Argumentarium, formuliert von unseren Kameraden Oberst i Gst a D François Pestalozzi, Oberst i Gst a D Martin Lendi und Oberst i Gst a D Jean-Pierre Weber. Herzlichen Dank für den Einsatz zugunsten Air 2030!


Ja zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge am 27. September 2020!


1. Der „ewige“ Frieden ist nicht garantiert. Grossmächte versuchen, ihre Einflusssphären auszuweiten, Terrorismus ist evident vorhanden und weitet sich aus, Flüchtlingsströme nehmen zu, die Gefahr von Attacken auf spektakuläre Ziele ist latent vorhanden, Cyberangriffe sind allgegenwärtig.


2. Auch die Schweiz ist diesen Gefahren ausgesetzt. Sie hat sich dagegen zu wehren, und die Vorbereitungen sind rechtzeitig zu treffen. Der Evaluations- und die Beschaffungsprozess moderner Kampfmittel dauert rund 10 Jahre. Wir können uns nicht alleine auf unsere Neutralität und wohlmeinende Nachbarn stützen, müssen aber gegenüber diesen glaubwürdig bleiben.


3. Die Auseinandersetzungen geschehen nicht nur am Boden. Es gilt, auch den Luftraum zu verteidigen. Dieser darf nicht Dritten überlassen werden. Hierzu bedarf es leistungsfähiger moderner Waffen, d.h. u.a. Kampfflugzeuge, die höchsten Anforderungen genügen.


4. Die schweizerische Luftwaffe verfügt heute über:

  • 26 F-5E Tiger, seit 1978 im Einsatz und dienen nur noch Ausbildungszwecken;
  • 30 F/A-18 Hornet, seit 1996 im Einsatz und bis spätestens 2030 zu erneuern.

Deren vollständigen Ersatz ist unumgänglich. Die Bestimmung des Typs und der Anzahl liegt in der Kompetenz des Bundesrates.


5. Kampfflugzeuge erfüllen viele Aufgaben: von der Luftpolizei rund um die Uhr über die Verteidigung des Luftraumes bis zur Unterstützung der Bodentruppen.

  • Im Luftpolizeidienst braucht es Kampfflugzeuge, weil Drohnen, Kampfhelikopter und bewaffnete Trainingsflugzeuge zu wenig hoch und nicht schnell genug fliegen können.
  • In der Luftverteidigung sind Kampfflugzeuge das dynamische Element: Sie können rasch dort eingesetzt werden, wo es am dringendsten nötig ist.
  • Für eine länger andauernde Einsatzfähigkeit ist eine genügende Anzahl Flugzeuge unabdingbar.


6. Die Beschaffung der neuen Kampfflugzeuge wird für maximal 6 Mia über eine Zeitspanne von 10 Jahren aus dem ordentlichen Armeebudget bezahlt. Es kommt also kein anderer Bereich des Bundes zu kurz. Der ausländische Hersteller muss für 60% des Kaufpreises Kompensationsaufträge in der Schweiz vergeben. Damit werden entsprechend viele Arbeitsplätze in allen Landesteilen sichergestellt.


7. Wer JA zur Schweiz und zum Schutz seiner Bevölkerung sagt, muss zwingend diesem Planungsbeschluss zustimmen!

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