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Medienmitteilung AWM - Schweizer Milizverbände unterstützen die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge

Publiziert am 02. September 2020

Wie angekündigt publizieren wir auf der Plattform im Mitgliederbereich Beiträge von Kameradinnen und Kameraden, sowie von anderen Milizorganisationen. Untenstehend finden Sie eine Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft für eine wirksame und friedenssichernde Milizarmee (AWM).


Wil, 27. August 2020. Die Arbeitsgemeinschaft für eine wirksame und friedenssichernde Milizarmee (AWM) unterstützt den Planungsbeschluss zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge. Die bisherigen Flugzeuge haben ihre Nutzungsdauer erreicht und müssen dringend ersetzt werden, damit der Schutz unseres Landes in der dritten Dimension weiterhin und langfristig sichergestellt werden kann.

Die Milizverbände empfehlen für die Abstimmung vom 27. September ein JA zur Beschaffung der neuen Kampfflugzeuge.


Bereits im Frühjahr 2016 hatte Bundesrat Parmelin eine Expertengruppe damit beauftragt, eine Gesamtsicht für die Erneuerung der Luftwaffe (Luftwaffe und bodengestützte Luftverteidigung) zu entwickeln. Der dazu erstellte Bericht wurde in einer neutralen Zweitmeinung des Aviatik-Experten und ehemaligen Astronauten Claude Nicollier als qualitativ äusserst hochwertig beurteilt. Nicollier empfahl, die weiteren Beschaffungsarbeiten darauf abzustützen und befürwortete die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen. Die Erneuerung der Mittel für den Schutz des Luftraums basiert somit auf soliden und kohärenten Grundlagen. Nun müssen diese fundierten Erkenntnisse umgesetzt werden.


Ersatz der alten Kampfflugzeuge ist nötig

Für den Schutz der Schweiz, ihrer Bevölkerung und der kritischen Infrastrukturen ist eine moderne Luftverteidigung zwingend nötig. Im Einsatzfall benötigen die Bodentruppen auch den Schutz des Luftraums, um ihren Auftrag erfüllen zu können.

Die bestehenden Kampfflugzeuge der Schweizer Armee sind in die Jahre gekommen: Die F-5 Tiger sind nach rund 40 Jahren Nutzungsdauer veraltet und wären gegen einen modernen Gegner chancenlos. Die F/A-18 wurde vor über 20 Jahren beschafft und kann nach einer Verlängerung der Nutzungsdauer nur noch bis ins Jahr 2030 eingesetzt wer- den. Die Schweiz wäre dann die einzige Betreiberin weltweit, was mit enormen Kosten und hohen Risiken verbunden ist.

In anderen Technologiebereichen würde niemand mehr Geräte mit diesem Alter verwenden. Es ist unverantwortlich, unsere Piloten mit Waffen, welche keine Chance gegen einen modernen Gegner haben, in den Kampf zu schicken. Der Ersatz durch mindestens 40 moderne Kampfjets ist deshalb dringend notwendig.

In Kombination dazu muss auch die Erneuerung der bodengestützten Luftverteidigung rasch umgesetzt werden, denn nur so kann das Gesamtsystem Armee den verfassungs- mässigen Auftrag zur Verteidigung der Schweiz wirkungsvoll erfüllen.


Verschlechterte Sicherheitslage

Die internationale Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren eher verschlechtert - wie sie sich in den nächsten Jahrzehnten präsentieren wird, kann niemand voraussagen. Konfrontationen sind in diesen langen Zeiträumen nicht auszuschliessen. Derzeit findet eine Aufrüstung statt und die Bereitschaft, Machtmittel einzusetzen, zeigt sich deutlich. Deshalb besteht für die Schweiz ein erhöhter Handlungsbedarf, die längere Zeit vernachlässigte Beschaffung von Rüstungsgütern für die Luftwaffe und die Bodentruppen zu intensivieren.

Sehr kurzsichtig wäre es, nur Flugzeuge für den Luftpolizeidienst zu beschaffen. Abgesehen davon, dass auch für diese Aufgabe leistungsfähige Jets mit entsprechenden Geschwindigkeiten, Radarkomponenten und Waffen notwendig sind, würde dies zu kurz greifen. Unsere Luftwaffe muss gegen sämtliche Gefahren vorbereitet sein, also in letzter Konsequenz auch zur Verteidigung des Luftraums. Wir rüsten unsere Armee ja auch nicht ausschliesslich mit Sanitätsmaterial aus, weil dies gerade vordringlich ist.


Finanzierung ist sichergestellt

Die Finanzierung der geplanten Beschaffungen ist durch das ordentliche Armeebudget sichergestellt. Weitere Staatsaufgaben sind dadurch nicht betroffen, es wird kein Geld bei anderen Bundesaufgaben eingespart. Die Zahlenspielereien der Armeegegner, welche die Beschaffungskosten durch die Aufrechnung sämtlicher Betriebskosten über Jahrzehnte hinweg in Höhen treiben wollen, sind billige Stimmungsmache. Bei keinem anderen Investitionsvorhaben, sei es ein Schulhausbau oder eine Beschaffung im öffentlichen Verkehr, werden die laufenden Betriebskosten bei der Beschaffung aufgerechnet.


Investition in unsere Sicherheit

Die Investitionen in die Sicherheit unseres Landes und seiner Bevölkerung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. So wie es Ausgaben für die soziale Sicherheit oder die Gesundheit braucht, sind auch Investitionen für Freiheit und Unabhängigkeit notwendig. Dabei müssen uns gegen alle denkbaren Gefahren wappnen, also auch gegen mögliche Bedrohungen aus der Luft. Dies entspricht den Vorgaben unserer Verfassung, die Schweiz ist als neutrales Land dazu auch völkerrechtlich verpflichtet.


Für direkte Auskünfte: Andreas Widmer, Präsident

071 911 60 22

AWM@thurweb.ch 


Die „Arbeitsgemeinschaft für eine wirksame und friedenssichernde Milizarmee“ (AWM), gegründet 1983, ist ein Zusammenschluss von gesamtschweizerisch wirkenden, an militärpolitischen Frage-tellungen interessierten Organisationen und Verbänden. Sie behält sich vor, zu Fragen nationaler Bedeutung geschlossen ihre Meinung kundzutun. Sie anerkennt dabei die Autonomie der einzelnen Mitglieder.

Insgesamt vertritt die AWM rund 250‘000 Bürgerinnen und Bürger, welche in den nachfolgenden Milizorganisationen zusammengeschlossen sind:

  • Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG)
  • Verein für eine sichere Schweiz
  • Schweizerischer Unteroffiziersverband (SUOV)
  • Landeskonferenz der militärischen Dachverbände (LKMD)
  • Schweizer Schiesssportverband (SSV), Luzern
  • AVIA, Gesellschaft der Offiziere der Luftwaffe
  • Gesellschaft der Generalstabsoffiziere (GGstOf)
  • Gruppe GIARDINO
  • Unternehmerforum Lilienberg
  • EMPA Schweiz, Frauenfeld
  • Militärzeitschrift „Schweizer Soldat“
  • ASMZ, Allgemeine Schweiz. Militärzeitschrift, Volketswil
  • Comité Romand pour une Défense Nationale Crédible (CRDC), Pully
  • Pro Libertate, Bern
  • Gesellschaft für militärhistorische Studienreisen (GMS), Zürich
  • Forum Flugplatz Dübendorf, Dübendorf
  • Informationsgruppe PRO-Kampfflugzeuge
  • Interessengemeinschaft für eine starke und glaubwürdige Armee (ISGA), St. Gallen ▪ Kantonale Offiziersgesellschaft St. Gallen (KOG SG), St. Gallen
  • Kantonale Offiziersgesellschaft Thurgau (KOG TG)
  • Kantonale Offiziersgesellschaft Zug (KOG), Zug
  • Kantonale Offiziersgesellschaft Zürich (KOG ZH)
  • Kantonaler Unteroffiziersverband Zürich & Schaffhausen (KUOV ZH + SH)
  • Ostschweizer Komitee für eine glaubwürdige Landesverteidigung (KOGLA), Wil (SG) ▪ Pro Militia, Bern
  • Protector Aero, Interlaken
  • proTELL, Bern
  • Aktion Aktivdienst
  • Liberale Aktion – Redressement National, Zürich
  • Schweizerischer Feldweibelverband (SFwV)
  • Junge SVP Schweiz, Bern
  • Aargauische Vaterländische Vereinigung (AVV), Aarau
  • Schweizerzeit, Flaach
  • Verein Sicherheitspolitik und Wehrwissenschaft (VSWW), Zürich
  • OG Panzer
  • Verein ehemaliger Sektionschefs des Zürcher Oberlands
  • Militärpolitische Nachrichten Schweiz (MNS)
  • Verein Schweizer Armeefreunde
  • Flab-Collegium

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